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Wann ist meine Co2-Gasflasche leer?

Um herauszufinden, wie voll eine Co2-Gasflasche ist, ist das Wiegen der Flasche eine einfache und genaue Lösung. Co2 ist in der Gasflasche flüssig, da es sich bei Temperaturen zwischen minus 56,6°C und 31,1°C und einem Druck von über 5,2 bar verflüssigt.

 

Auf der Flaschenschulter sind verschiedene Prägungen u.a. das Wort "Tara" und eine Zahl. Diese Zahl steht für das Eigengewicht der Flasche, z.B. 18 kg. Außerdem befindet sich am Ventil ein weißes Plasikschild auf dem das Gewicht der Flasche inklusive des Gewichts des Ventils genannt wird, z.B. 18,5 kg.

Ventil einer CO2 Gasflasche in Großaufnahme
 

Das Gewicht von weiteren Anschlüssen bzw. Verbindungsstücken muss noch addiert werden, z.B. 0,5 kg, um das Leergewicht zu ermitteln: 18,5kg+0,5kg=19kg

Nun addieren Sie noch das Gewicht der Füllung, z.B. 10kg Co2.

Das Gesamtgewicht der vollen Co2 Flasche beträgt damit also 19kg+10kg= 29kg

Je näher das Gesamtgewicht von Flasche, Ventil, Anschluss und Füllung am Leergewicht -in unserem Beispiel 19kg- ist, desto weniger Inhalt befindet sich darin.

 

Entnahme von gasförmigem Co2

Bei 20°C beträgt der Druck in einer Co2-Gasflasche 57 bar, Co2 liegt daher in flüssiger Form im der Gasflache vor. Wird Co2 mit Hilfe eines Druckminderers aus der Gasflasche mit weniger als 5,2 bar entnommen, erhält man gasförmiges Co2.

Entnahme von flüssigem Co2

Soll Co2 flüssig entnommen werden, werden Steigrohrflaschen genutzt. Diese haben im Inneren ein Steig- bzw. Tauchrohr mit dessen Hilfe Co2 vom Flaschenboden entnommen wird. Bei der Entnahme von flüssigen Co2 aus einer Steigrohrflasche muss diese aufrecht stehen. Steigrohrflaschen sind eindeutig gekennzeichnet, häufig mit einer roten Markierung am Flaschenkörper und einem roten Ventilhandrad. Bei Steigrohrflaschen können keine Druckminderer genutzt werden, weil sich das flüssige Co2 bei der Entspannung in Schnee verwandeln und so den Druckminderer blockieren würde. Das bedeutet, dass flüssiges Co2 mit vollem Druck aus der Gasflasche entnommen wird. Entnahmeeinheiten müssen daher entsprechend ausgelegt und für die flüssige Entnahme geeignet sein.