Was ist Argon?

Argon ist ein Edelgas. Es gibt noch sechs weitere Edelgase, mit denen sich Argon eine wesentliche Eigenschaft teilt: Es besitzt keine freien Bindungselektronen um Verbindungen mit sich selbst oder anderen Elementen einzugehen. In der Chemie nennt man diese Konfiguration die Edelgaskonfiguration – die äußeren Elektronenschalen sind entweder leer oder vollständig besetzt. Es gibt also keine Argonverbindungen und das macht auch den Wert von Argon in der Industrie aus.

Schutzgas Gasflaschen grüne Flaschenschulter

Argon wird immer dann benutzt, wenn man ein anderes Gas, das einen Prozess verunreinigen könnte, verdrängen möchte. Es wird als sogenanntes Schutzgas verwendet. Andere bekannte und industriell genutzte Edelgase sind Helium, Neon, Krypton und Xenon. Die Wahl Argons anstelle anderer Edelgase wird durch den Preis und die physikalischen Eigenschaften getrieben, z. B. durch die Wärmeleitfähigkeit. Da Edelgase nicht reagieren, sind sie natürlich auch ungiftig. Sie können allerdings ersticken, wenn sie in hoher Konzentration Luftsauerstoff verdrängen.

Die Themen im Überblick

Wie entstand Argon?

Argon entsteht auf der Erde aus Kalium 40 Isotopen durch Elektroneneinfang. Dabei verwandeln sich Kalium Atomkerne in Argon Atomkerne, in dem sich ein Proton des Kaliumatomkerns in ein Neutron verwandelt. Dies ist ein natürlicher, über Millionen Jahre ablaufender Prozess.

Argon entstehung in einer Wolke

Warum kommt Argon so oft in der Natur vor?

Kalium gehört zu den zehnthäufigsten Elementen auf der Erde. Daher wundert es auch nicht, dass das Zerfallsprodukt Argon ebenfalls häufig in der Natur zu finden ist. Allerdings verwandeln sich nicht alle Kalium 40 Kerne in Argon, da es noch andere, konkurrierende Prozesse gibt. Um eine Größenordnung zu nennen, Argon kommt etwas so häufig wie Schwefel und Aluminium vor.

Warum ist Argon in der Luft?

Das Argon entsteht dort, wo sich ursprünglich das Kalium befand, häufig also in Gestein in der Erdkruste. Dort wird es zum Beispiel durch Quellen ausgewaschen und an die Oberfläche getragen.

Andere Erosionsprozesse setzen ebenfalls Argon frei. Unsere Atmosphäre enthält knapp 1% Argon, damit ist das Edelgas nach Stickstoff (78 %) und Sauerstoff (21 %) das dritthäufigste Gas in unserer Atemluft.

Wer hat Argon entdeckt?

Die Entdecker des Argons waren John Strutt, 3. Baron Rayleigh und William Ramsay Ende des neunzehnten Jahrhunderts (1895). Sie untersuchten die Atmosphäre und entfernten die darin dominierenden Elemente Stickstoff und Sauerstoff durch chemische Reaktionen. Dabei bemerkten sie, dass ein kleiner, dichterer Rest zurückblieb, der sich chemisch völlig träge verhielt und nicht zu einer Reaktion zu bewegen war. Folglich nannte sie dieses Gas Argon, nach dem altgriechischen „argos“ für träge.

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Author: Johannes Partz

Johannes Partz

Johannes ist Geschäftsführer bei Gasido. Er ist ein Experte auf dem Gebiet der Industriegase. In der Energiebranche ist er seit 2013. Er war in verschiedene Positionen in Technik und Vertrieb tätig. Gasido.de wurde im Jahr 2017 gegründet und ist seit Anfang 2020 Teil seiner Unternehmungen.